Datenschutz in der Kanzei
Stand: August 2026
1. Wer ist verantwortlich, an wen können Sie sich wenden?
Verantwortlich für die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten bin ich:
Rechtsanwalt Dr. Alexander Weigand
Rechtsanwaltskanzlei Weigand
Raiffeisenstraße 1
97076 Würzburg
Deutschland
Telefon: +49 931 45375560
E-Mail: kontakt@rechtsanwaltskanzlei-weigand.de
Ein Datenschutzbeauftragter ist nicht bestellt.
2. Welche Daten verarbeite ich und woher kommen die Daten?
Im Rahmen der Anbahnung, Prüfung und Durchführung anwaltlicher Mandate verarbeite ich personenbezogene Daten, die für die jeweilige Angelegenheit erforderlich sind.
Hierzu können insbesondere gehören:
- Stamm- und Identifikationsdaten, insbesondere Vor- und Nachname, Anschrift, Geburtsdatum und gegebenenfalls Geburtsort,
- Kontaktdaten wie Telefonnummer und E-Mail-Adresse,
- Kommunikations- und Korrespondenzdaten,
- Angaben zu persönlichen, familiären, beruflichen und wirtschaftlichen Verhältnissen,
- Vertrags-, Forderungs-, Unternehmens-, Vermögens-, Zahlungs- und Bankdaten,
- gesellschaftsrechtliche und unternehmensbezogene Daten,
- Daten zu Beteiligungsverhältnissen, Organstellungen, Unternehmenstransaktionen und Umstrukturierungen,
- Daten aus Verträgen, Urkunden, Geschäftsunterlagen und sonstigen Dokumenten,
- Daten aus Gerichts-, Behörden- und sonstigen Verfahrensakten,
- Aktenzeichen und sonstige fallbezogene Informationen,
- Daten über Anspruchsgegner, Vertragspartner, Gesellschafter, Geschäftsführer und sonstige Beteiligte sowie
- sonstige Informationen, die für die rechtliche Beratung oder Vertretung erforderlich sind.
Je nach Gegenstand einer Angelegenheit können außerdem besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 Abs. 1 DSGVO verarbeitet werden. Ebenso können Daten über Straftaten, strafrechtliche Vorwürfe, Ermittlungs- oder Strafverfahren sowie strafrechtliche Verurteilungen verarbeitet werden, soweit dies für die jeweilige anwaltliche Tätigkeit erforderlich ist.
Die Daten erhalte ich insbesondere:
- von Ihnen selbst,
- von Personen oder Stellen, die Sie mit der Übermittlung beauftragt haben,
- von anderen Vertrags- oder Verfahrensbeteiligten,
- von gegnerischen Parteien und deren Bevollmächtigten,
- von Gerichten, Staatsanwaltschaften und Behörden,
- von Versicherungen, insbesondere Rechtsschutzversicherungen,
- von Sachverständigen, Gutachtern und sonstigen fachlich Beteiligten,
- aus öffentlichen Registern und Verzeichnissen sowie
- aus sonstigen öffentlich zugänglichen Quellen, soweit deren Nutzung zulässig und erforderlich ist.
3. Für welche Zwecke und auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten verarbeitet?
Personenbezogene Daten werden zur Prüfung von Mandatsanfragen, zur Durchführung einer gegebenenfalls erforderlichen Kollisionsprüfung sowie zur Anbahnung, Durchführung und Beendigung anwaltlicher Mandate verarbeitet.
Hierzu gehören insbesondere:
- die rechtliche Prüfung und Beratung,
- die Vertragsprüfung und Vertragsgestaltung,
- die gesellschaftsrechtliche Beratung und Begleitung,
- die Begleitung von Unternehmenstransaktionen und Umstrukturierungen,
- die Beratung bei Gesellschafterstreitigkeiten,
- das Forderungsmanagement und die Forderungsdurchsetzung,
- die außergerichtliche und gerichtliche Vertretung,
- die Geltendmachung, Durchsetzung und Abwehr von Ansprüchen,
- die Kommunikation mit Mandanten und anderen Beteiligten,
- die Korrespondenz mit Gerichten, Behörden und sonstigen Stellen,
- die Führung und Dokumentation der Handakte,
- die Abrechnung anwaltlicher Leistungen sowie
- die Abwicklung und Beendigung des Mandats.
Soweit die Verarbeitung zur Anbahnung oder Durchführung eines Mandats erforderlich ist, erfolgt sie auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. b DSGVO.
Soweit die Verarbeitung zur Erfüllung gesetzlicher oder berufsrechtlicher Verpflichtungen erforderlich ist, erfolgt sie auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. c DSGVO. Hierzu gehören insbesondere Pflichten aus der Bundesrechtsanwaltsordnung, dem anwaltlichen Vergütungsrecht, steuerrechtlichen Vorschriften sowie, soweit im konkreten Fall anwendbar, dem Geldwäschegesetz.
Soweit erforderlich, erfolgt die Verarbeitung außerdem auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO. Berechtigte Interessen können insbesondere in einer ordnungsgemäßen Kanzleiorganisation, der IT- und Datensicherheit, der Dokumentation anwaltlicher Tätigkeit, der Durchsetzung eigener Vergütungsansprüche sowie der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen liegen.
4. Besondere Kategorien personenbezogener Daten
Soweit die Bearbeitung eines Mandats die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 Abs. 1 DSGVO erfordert, erfolgt deren Verarbeitung insbesondere auf Grundlage von Art. 9 Abs. 2 lit. f DSGVO, soweit sie zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen erforderlich ist.
Soweit in einem anderen Fall eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich sein sollte, erfolgt die Verarbeitung auf Grundlage von Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO. Eine erteilte Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.
Daten über strafrechtliche Verurteilungen, Straftaten, Ermittlungsverfahren oder strafrechtliche Vorwürfe werden nur verarbeitet, soweit dies für die betreffende anwaltliche Beratung oder Vertretung erforderlich und rechtlich zulässig ist.
5. Ist die Bereitstellung der Daten erforderlich?
Die Bereitstellung der für die Prüfung und Bearbeitung Ihrer Angelegenheit erforderlichen personenbezogenen Daten ist notwendig, damit ich eine Mandatsanfrage prüfen, mögliche Interessenkollisionen feststellen und ein Mandat gegebenenfalls sachgerecht durchführen kann.
Ohne die hierfür erforderlichen Informationen kann eine Mandatsübernahme oder ordnungsgemäße Bearbeitung der Angelegenheit unter Umständen nicht erfolgen.
Soweit die Erhebung bestimmter Informationen gesetzlich vorgeschrieben ist, kann ich bei deren Nichtbereitstellung verpflichtet sein, eine Tätigkeit abzulehnen oder nicht fortzuführen.
6. An wen gebe ich Daten weiter?
Als Rechtsanwalt unterliege ich einer gesetzlichen und berufsrechtlichen Verschwiegenheitspflicht. Personenbezogene Daten und mandatsbezogene Informationen werden daher nur weitergegeben, soweit dies für die Bearbeitung der Angelegenheit erforderlich, gesetzlich vorgeschrieben, von Ihnen veranlasst oder anderweitig rechtlich zulässig ist.
Mögliche Empfänger sind je nach Art der Angelegenheit insbesondere:
- Gerichte, Staatsanwaltschaften und Verwaltungsbehörden,
- gegnerische Parteien und deren Rechtsanwälte oder sonstige Bevollmächtigte,
- Gerichtsvollzieher und andere Vollstreckungsorgane,
- Notare,
- Sachverständige und Gutachter,
- Versicherungen und insbesondere Rechtsschutzversicherungen,
- Steuerberater und sonstige fachlich beteiligte Berater,
- Banken und Zahlungsdienstleister sowie
- sonstige an der jeweiligen Angelegenheit beteiligte Personen und Stellen.
Daneben können personenbezogene Daten im erforderlichen Umfang durch von mir eingesetzte IT-, Software-, Kommunikations-, Hosting-, E-Mail-, Datensicherungs- oder sonstige technische Dienstleister verarbeitet werden.
Hierzu gehören insbesondere IONOS als Hosting- und E-Mail-Dienstleister, Renostar als Anbieter technischer Dienste für Kontakt- und Mandatsanfragen sowie der von mir beauftragte technische Administrator der Website, soweit dieser technisch Zugriff auf personenbezogene Daten erhalten kann.
Soweit solche Dienstleister als Auftragsverarbeiter tätig werden, erfolgt die Verarbeitung auf Grundlage von Art. 28 DSGVO.
Soweit Dienstleistern Tatsachen zugänglich werden können, die der anwaltlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen, werden zusätzlich die berufsrechtlichen Anforderungen des § 43e BRAO beachtet.
7. Anwaltliche Verschwiegenheit
Ich bin gemäß § 43a Abs. 2 BRAO zur Verschwiegenheit über alles verpflichtet, was mir in Ausübung meines Berufs bekannt geworden ist, soweit nicht gesetzliche Ausnahmen bestehen.
Die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht besteht zusätzlich und unabhängig von den datenschutzrechtlichen Verpflichtungen.
Externe Dienstleister, denen im erforderlichen Umfang Zugang zu mandatsbezogenen Geheimnissen eröffnet werden kann, werden nach Maßgabe der berufsrechtlichen Vorschriften ausgewählt und zur Verschwiegenheit verpflichtet.
8. Werden Daten an Drittländer übermittelt?
Eine Übermittlung mandatsbezogener personenbezogener Daten an Empfänger außerhalb der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums erfolgt nur, soweit dies im konkreten Mandat erforderlich oder anderweitig rechtlich zulässig ist.
Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn ein Mandant, Gegner, Vertragspartner, Gesellschafter, Unternehmen, Gericht, eine Behörde oder eine sonstige für die Bearbeitung erforderliche Stelle ihren Sitz in einem Drittstaat hat.
Soweit für eine solche Übermittlung ein besonderer datenschutzrechtlicher Übermittlungsmechanismus erforderlich ist, erfolgt die Übermittlung nur unter den Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO.
Die für die reguläre Kanzleiorganisation eingesetzten zentralen Hosting-, E-Mail- und Mandatsdienste werden nach der derzeit zugrunde gelegten Konfiguration innerhalb der Europäischen Union bzw. des Europäischen Wirtschaftsraums betrieben.
9. Wie lange werden Ihre Daten gespeichert?
Ich verarbeite und speichere personenbezogene Daten nur so lange, wie dies für die jeweiligen Verarbeitungszwecke erforderlich ist oder gesetzliche bzw. berufsrechtliche Aufbewahrungspflichten bestehen.
Anwaltliche Handakten sind gemäß § 50 Abs. 1 BRAO grundsätzlich für sechs Jahre aufzubewahren. Die Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Auftrag beendet wurde.
Längere Aufbewahrungsfristen können sich insbesondere aus steuerrechtlichen, handelsrechtlichen, geldwäscherechtlichen oder sonstigen gesetzlichen Vorschriften ergeben.
Personenbezogene Daten, die zur Prüfung und Vermeidung widerstreitender Interessen erforderlich sind, können darüber hinaus so lange gespeichert werden, wie dies zur Erfüllung der anwaltlichen Berufspflichten und zur zuverlässigen Prüfung möglicher Tätigkeitsverbote erforderlich und datenschutzrechtlich zulässig ist.
Kommt nach einer Mandatsanfrage kein Mandat zustande, werden die erhobenen Daten gelöscht, sobald sie für die Bearbeitung der Anfrage, eine erforderliche Kollisionsprüfung und die Wahrung berechtigter Dokumentations- oder Rechtsverteidigungsinteressen nicht mehr benötigt werden und keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
Nach Ablauf der jeweiligen Speicher- und Aufbewahrungsfristen werden die Daten gelöscht bzw. Unterlagen datenschutzgerecht vernichtet, soweit keine rechtliche Grundlage für eine weitere Speicherung besteht.
10. Welche Rechte haben Sie?
Sie haben nach Maßgabe der gesetzlichen Voraussetzungen insbesondere das Recht:
- Auskunft über die zu Ihrer Person verarbeiteten personenbezogenen Daten zu verlangen (Art. 15 DSGVO),
- unrichtige Daten berichtigen und unvollständige Daten vervollständigen zu lassen (Art. 16 DSGVO),
- die Löschung personenbezogener Daten zu verlangen, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen (Art. 17 DSGVO),
- die Einschränkung der Verarbeitung zu verlangen (Art. 18 DSGVO),
- Datenübertragbarkeit zu verlangen, soweit die Voraussetzungen des Art. 20 DSGVO vorliegen,
- einer auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. e oder f DSGVO gestützten Verarbeitung aus Gründen zu widersprechen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben (Art. 21 DSGVO), sowie
- eine erteilte Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen.
Diese Rechte können aufgrund gesetzlicher Vorschriften eingeschränkt sein. Dies gilt insbesondere, soweit gesetzliche Aufbewahrungspflichten, die Rechte anderer Personen, die ordnungsgemäße Rechtsverfolgung oder die anwaltliche Verschwiegenheit einer vollständigen Erfüllung entgegenstehen.
Insbesondere kann das Auskunftsrecht nach § 29 BDSG eingeschränkt sein, soweit durch die Auskunft Informationen offenbart würden, die aufgrund einer Rechtsvorschrift oder ihrem Wesen nach geheim gehalten werden müssen.
11. Daten über Personen, die nicht selbst Mandanten sind
Im Rahmen anwaltlicher Tätigkeiten werden regelmäßig auch personenbezogene Daten über Personen verarbeitet, die nicht selbst Mandanten meiner Kanzlei sind. Dies können insbesondere Gegner, Vertragspartner, Gesellschafter, Geschäftsführer, Zeugen, sonstige Beteiligte oder Ansprechpartner sein.
Diese Daten können insbesondere von Mandanten, anderen Beteiligten, Gerichten, Behörden, Rechtsanwälten oder aus öffentlichen Registern und sonstigen zulässigen Quellen stammen.
Soweit die Voraussetzungen des Art. 14 DSGVO vorliegen, bestehen grundsätzlich entsprechende Informationspflichten.
Eine Informationspflicht kann jedoch insbesondere nach Art. 14 Abs. 5 DSGVO oder § 29 BDSG eingeschränkt oder ausgeschlossen sein. Dies gilt insbesondere, wenn durch die Information Tatsachen offenbart würden, die aufgrund der anwaltlichen Verschwiegenheit oder wegen überwiegender berechtigter Interessen eines Dritten geheim zu halten sind.
12. Beschwerderecht
Sie haben gemäß Art. 77 DSGVO das Recht, sich mit einer datenschutzrechtlichen Beschwerde an eine Aufsichtsbehörde zu wenden.
Die für meine Kanzlei zuständige Aufsichtsbehörde ist:
Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA)
Promenade 18
91522 Ansbach
Deutschland
Telefon: +49 (0) 981 180093-0
E-Mail: poststelle@lda.bayern.de
Die Beschwerde kann nach Maßgabe des Art. 77 DSGVO auch bei einer anderen zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde erhoben werden.
13. Automatisierte Entscheidungsfindung
- Eine ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung beruhende Entscheidung einschließlich Profiling, die Ihnen gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder Sie in ähnlich erheblicher Weise beeinträchtigt, findet im Rahmen meiner anwaltlichen Tätigkeit nicht statt.